Dr. med. Armin Schupp
Kniegelenkspiegelung - Arthroskopie
Arthroskopie Sprunggelenk
Wirbelsäulenerkrankungen
Knochenbrüche
Über kleine Schnitte können im Rahmen eines sogenannten minimal-invasiven, operativen Eingriffes chronische und akute Knorpelschäden behandelt werden. Sind durch eine Knorpelschädigung freie Gelenkörper entstanden, so ist eine Entfernung erforderlich und unproblematisch mittels einer Arthroskopie möglich. Häufig entsteht durch eine chronische Erkrankung eines Kniegelenkes eine entzündliche Veränderung der Knieinnenauskleidung, der sogenannten Schleimhaut. Diese muss dann entfernt werden, um anhaltende Reizergüsse des betroffenen Gelenkes reduzieren zu können. Eine chronische Reizung des Kniegelenkes kann auch durch eine schmerzhafte Schleimhautfalte, im Rahmen eines Plica-Syndroms entstehen. Hier ist häufig eine Linderung nur durch eine arthroskopische Einkerbung zur Spannungsreduktion zu erreichen. Akute Menikusrisse entstehen oft durch Bagatellbewegungen, wie sie u.a. beim Aufstehen aus der tiefen Hocke auftreten. Nähbare Meniskusrisse können bei einer Arthroskopie durch eine geringe Erweiterung der OP mit Nahtsystemen sicher versorgt werden. Eine Meniskusnaht muß postoperativ für 4 Wochen durch eine Teilbelastung des betroffenen Beines geschützt werden. Chronische Meniskusschädigungen, die nicht mehr durch eine Naht behandelt werden können, müssen dann unter Erhalt von möglichst viel funktionsfähigem Meniskusgewebe teilweise entfernt werden. Komplexe Verletzungen der Kapsel-Bandstrukturen des Kniegelenkes verursachen bisweilen eine chronische Instabilität, die fortschreitende Destruktionen der Menisci zur Folge haben kann. Kommt es so zum weitgehenden oder vollständigen Meniskusverlust, so ist die operative Stabilisierung (s. Kreuzbandplastik) des Kniegelenkes und zuletzt immer häufiger die Implantation von künstlich hergestellten Menisci von Nöten um die Gefahr einer schweren, abnützenden Gelenkerkrankung, der sogenannten Arthrose vorzubeugen. Resultiert aus einer Sportverletzung oder einem privaten/beruflichen Unfall eine Rißbildung des vorderen Kreuzbandes, so ist die operative Stabilisierung durch eine Kreuzbandersatzplastik angezeigt. Zur Verfügung stehen hierzu körpereigene Sehnen der Beuge- und Streckmuskeln des Oberschenkels. Am häufigsten werden zur Zeit die Oberschenkelbeugesehnen (Semitendinosus- und Gracilissehne) verwendet, um einen anatomischen Ersatz des vorderen Kreuzbandes zu erreichen. Diese können durch operativ angelegte Knochenkanäle durchgezogen und mittels spezieller Verankerungssysteme stabil fixiert werden. Tritt anlagebedingt oder durch einen Unfall verursacht, eine Verrenkung der Kniescheibe auf, so kann ebenfalls arthroskopisch eine Zügelung der eingerissenen innenseitigen Kniegelenkkapsel unter gleichzeitiger Einkerbung der seitlichen Haltefasern der Kniescheibe (lateral release, OP nach Viernstein) Bisweilen übersteigt die Größe des operativen Eingriffes das tehcnisch machbare, so daß eine teilweise Eröffnung des Kniegelenkes erfolgen muß. Eine offene Operation kommt zur Behebung einer chronsichen Verrenkungsneigung der Kniescheibe (Medialisierung des Patallarsehnenansatzes, OP nach Elmsile) zur Anwendung. Die Entfernung von Kniegelenkszysten, z.B. einer sich aus der Kniekehlenkapsel ausstülpenden Bakerzyste wird ebenfalls durch einen angemessen großen Schnitt durchgeführt. Nach abgeschlossener knöcherner Ausheilung von Brüchen erfolgt die Metallentfernung ebenfalls durch offene Schnittführungen.
Über kleine Schnitte können im Rahmen eines sogenannten minimal-invasiven, operativen Eingriffes chronische und akute Knorpelschäden behandelt, freie Gelenkörper und verschleißbedingte Knochenanbauten des oberen Sprunggelenkes ebenso wie schmerzhafte Schleimhautfalten entfernt werden. Durch eine perkutane Behandlung, d.h. ohne großflächige Freilegung von anatomischen Strukturen oder Organen erfolgt deren Behandlung durch kleinste Schnitte in der Haut. An der unteren Extremität hat sich für eine perkutane Behandlung vor allem die Versorgung von Knochenbrüchen (s. Frakturen) und die Rekonstruktion einer Achillessehnenruptur als geeignet erwiesen. Eine offene Behandlung ist weiterhin zur Durchführung einer Außenbandplastik bei chronischer Bandinsuffizienz, bisweilen die operative Behandlung der Achillessehnenruptur sowie die Revisionen bei Beschwerden der Sehnenlogen in Höhe des OSG notwendig.
Bei akuten und chronischen Wirbelsäulenerkrankungen steht zunächst die Schmerzreduktuion durch Einsatz und Kombination von unterschiedlichen Behandlungsoptionen im Vordergrund. Es kommen potente Schmerzmittel einzeln oder in Kombination, krankengymnastische Beübung und physikalische Maßnahmen sowie immobilisierende Orthesen zur Anwendung. Bei geeigneten Patienten kann durch manualtherapeutische Handgriffe häufig eine akute oder chronische Blockierung von Wirbelgelenken oder wirbelsäulennahen Gelenken behoben und eine entsprechende Schmerzreduktion erzeilt werden.
Wird durch ein Röntgenbild ein Knochenbruch festgestellt, so sind zur Entscheidung über das geplante Vorgehen eine intensive Abwägung mehrer Parameter wie Alter, Gewicht, Lage der Fraktur, Beteiligung von benachbarten Gelenken, offene oder geschlossene Bruchform erforderlich. Fällt die Entscheidung zu Gunsten der nichtoperativen, konservativen Knochenbruchbehandlung so wird häufig ein immobilisierender Verband angelegt. Alternativ dazu kann eine Knochenbruchbehandlung eine Operation erfordern. Zur Stabilisierung kommen dann Drähte, Schrauben und Platten sowie in Röhrenknochen eingebrachte Nägel zur Anwendung. Ziel hierbei ist die stabile Wiederherstellung von anatomischen Achsen und die Rekonstruktion der Gelenkflächen um möglichst frühzeitig eine Beübung der angerenzenden Gelenke durchführen zu können. Minimal-invasive Techniken kommen auch im Rahmen der Knochenbruchbehandlung zunehmend mehr zum Einsatz, so daß neben offenen auch gehäuft perkutane Verfahren angewendet werden können.

